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Verdampferkunde - Welcher Verdampfer für welchen Kunden?

Jeder Mensch, ob Neueinsteiger oder ambitionierter Dampfer, hat einen eigenen Geschmack. So unterschiedlich wie die Geschmäcker sind, so unterschiedlich sind auch die vielen verschiedenen Verdampfer. Um für sich eine gute Wahl zu treffen ist es von Vorteil über den ein oder anderen Begriff Klarheit zu gewinnen. Wir wollen Ihnen dabei helfen und den einen oder anderen Begriff erläutern.

Direkt zum Thema:
Mund-zu-Lunge
Direkt-Lunge
"Sub-Ohm"
Airflow Control und "Open-Draw"
Liquid-Control
Tankverdampfer, Selbstwickler, Tröpfler

Mund-zu-Lungenach oben

Mund-zu-Lunge bezeichnet eine Zugtechnik von Verdampfern, bei der ähnlich wie bei Zigaretten der Dampf erst in der Mundhöhle gesammelt und anschließend erst inhaliert wird. Verdampfer, die besonders auf dieses Konzept ausgelegt sind haben meist einen festeren Zugwiderstand, oder lassen sich dementsprechend fest einstellen. So können Sie kontrollierter den Dampf sammeln und haben ein ähnliches Zugerlebnis wie bei Zigaretten. Mittlerweile sind auch auf diesem Gebiet die Verdampfer soweit ausgereift, dass eine beträchtliche Dampfmenge entsteht, je nachdem welchen Verdampferkopf Sie verwenden oder wie lange Sie am Gerät ziehen.

Direkt-Lungenach oben

Bei der direkten Inhalation wird der Dampf wie bei der Wasserpfeife oder Shisha direkt in die Lunge inhaliert. Verdampfer dieser Zugtechnik zeichnen sich durch einen möglichst leichten Zugwiderstand aus. Dadurch sind lange, tiefe Züge möglich und die Dampfmenge ist entsprechend hoch. Teilweise schließen sich die Zugtechniken gegenseitig aus. Das bedeutet, wenn Sie einen Verdampferkopf für die direkte Inhalation nutzen, aber mit der Mund-zu-Lunge Technik dampfen, kann der Dampf unangenehm kratzig und heiß werden und der Verdampfer möglicherweise "absaufen", weil diese Verdampferköpfe auch entsprechend guten Nachfluss haben. Anders herum kann bei der Verwendung von Mund-zu-Lunge Verdampferköpfen für die direkte Inhalation zu Liquidabriss führen und die Watte trocknet aus. Achten Sie bei der Wahl des Verdampfers auch auf die Auswahl der Verdampferköpfe, denn viele Verdampfer sind für beide Zugtechniken ausgelegt und bieten den Einsatz verschiedener Verdampferköpfe für unterschiedliche Zugtechniken.

"Sub-Ohm"nach oben

Der Begriff des "Sub-Ohm"-dampfens hat sich im Dampferjargon entwickelt und meint den Einsatz von Verdampferköpfen unter 1 Ohm Widerstand. Der Begriff selbst ist etwas unpräzise, da er neben dem Widerstand auch die Zugtechnik auf die direkte Inhalation einschränkt. Doch ebenso wie es Verdampferköpfe knapp unter einem Ohm gibt, die auch der Mund-zu-Lunge Inhalation dienen gibt es welche, die knapp darüber auch für die direkte Inhalation geeignet sind. Des Weiteren wird das "Sub-Ohm"-dampfen von einigen Dampfern nicht als einsteigerfreundlich bezeichnet. Was der Neueinsteiger allerdings für eine Zugtechnik bevorzugt, liegt allein in seinem Geschmack. Um den Mythos "Sub-Ohm" zu entkräften sei gesagt, dass jeder nach seinem Empfinden die eine oder die andere Zugtechnik auch für den Umstieg nutzen kann und sollte.

Airflow-Control und "Open Draw"nach oben

Jeder Verdampfer besitzt eine Öffnung, durch die die Luft angesaugt wird. Bei Verdampfern mit Airflow Control lässt sich diese Öffnung vergrößern oder verkleinern um dadurch den Zugwiderstand zu verändern. Der Begriff "Open Draw" zeichnet dabei einen sehr leichten Zugwiderstand aus. Manche Verdampfer verfügen über eine zweite Airflow Control am Mundstück. Meist wird diese dazu genutzt um bei leistungsintensiven Geräten kühle Nebenluft anzusaugen. Dadurch kann auch der Geschmack beeinflusst werden, weil gleichzeitig die Luft durch die primäre Airflow Control langsamer strömt.

Liquid-Controlnach oben

Manche Verdampfer oder Verdampferköpfe besitzen eine Liquid Control. Hierdurch kann die Öffnung zu den Liquidkanälen der Verdampferköpfe vergrößert oder verkleinert werden. Je nachdem wie dick oder dünn Ihr Liquid ist kann es von Vorteil sein eine größere oder kleinere Öffnung zu haben um so siffenden Verdampfern entgegenzuwirken. Achten Sie dabei darauf, dass manche Einstellungen sich nur im ausgebauten Zustand treffen lassen, während andere Verdampfer sich komfortabel im Einsatz noch nachjustieren lassen.

Tankverdampfer, Selbstwickler, Tröpflernach oben

Es gibt viele verschiedene Arten von Verdampfersystemen. Jede ist auf ihre Art und Weise speziell und richtet sich an verschiedene Arten von Konsumenten. Durch diese Vielfalt kann jeder Dampfer sein individuelles Konzept finden und sein persönliches Dampferlebnis perfektionieren. Neben den bereits beschriebenen Zugtechniken unterscheiden wir weitere Verdampferarten: Tankverdampfer mit fertigen Verdampferköpfen, Selbstwickelverdampfer und Tröpfler.

Der klassische Tankverdampfer ist wohl der geläufigste. Er hat einen größeren oder kleineren Tank, wird einfach befüllt und so lange gedampft bis der Tank wieder befüllt werden muss. In ihm stecken die Verdampferköpfe, teilweise als Coils oder Heads bezeichnet, wobei der Begriff "Coil" eigentlich die Wicklung beschreibt. Die Verdampferköpfe sind das Herzstück. In Ihnen befindet sich die Drahtwicklung, die das Liquid verdampfen lässt und ein Trägermaterial, meist Baumwolle um das Liquid zur Wicklung zu führen. Verdampferköpfe müssen ab und an gewechselt werden, da die Baumwolle an Tragkraft verliert. Das macht sich bemerkbar durch schwächere Dampfentwicklung oder sogar einen kokligen Geschmack. Tankverdampfer sind dabei sehr einfach in der Bedienung und lassen sich leicht erneuern. Mittlerweile ist der Markt derart gewachsen, dass es Tankverdampfer für fast jeden Anspruch gibt.

Selbstwickelverdampfer sind ebenfalls Tankverdampfer, haben aber keine Verdampferköpfe, die gewechselt werden können. Das Herzstück muss selbst gewickelt werden. Dafür bietet unser Shop eine reiche Auswahl an Drähten und Watte/Wolle an. Der Vorteil besteht neben der Kosteneinsparung darin, dass der Nutzer sich seinen Verdampfer nach seinem Geschmack wickeln kann. Drahtsorte, Watte, Wickeltechnik spielen dabei eine große Rolle was die Dampfmenge und den Geschmack ausmachen. Teilweise gibt es auch für normale Tankverdampfer sogenannte RBA Selbstwickeleinheiten. Das sind Verdampferköpfe, die auseinandergebaut und selbst gewickelt werden können. Der Vorteil von reinen Selbstwickelverdampfer ist zumeist der größere Platz um zum einen bequemer zu wickeln und zum anderen größere oder ausgefallenere Wicklungen zu platzieren. Wie bereits erwähnt hat sich der Markt für Verdampferköpfe ausgedehnt, sodass es auch Verdampferköpfe gibt, die einem Selbstwickler in nichts nach stehen. Was die Individualität angeht hat dennoch der Selbstwickler die Nase vorn und auch wenn es etwas Geduld kostet sich in die Thematik einzuarbeiten, so kann sich der Versuch tatsächlich auszahlen.

Noch eine Nummer schärfer sind die Tröpfler. Diese sind reine Selbstwickler, haben aber keinen Tank. Ein Tröpfler hat meist viel Platz für Watte um möglichst viel Liquid direkt in der Watte zu speichern. Dennoch muss immer wieder die Watte feucht gehalten werden indem man aus der Liquidflasche nachtröpfelt. Die Mühe lohnt sich. Im Gegensatz zu allen anderen Verdampfersystemen nutzt der Tröpfer die volle Größe des Verdampfers nur für die Dampfentwicklung. Dadurch hat der Dampf eine deutlich bessere Chance sich zu entfalten. Der Tröpfler bietet dadurch auch noch mehr Platz für größere Wicklungen. Somit ist dieses System eher etwas für den Moment als für den Alltag.

Neben den Selbstwickeleinheiten gibt es auch noch andere Hybride Verdampfersysteme. Ein paar wenige Modelle haben versucht den Tröpfler mit einem Tank zu ergänzen, der keinen direkten Kontakt zur Watte hat, aber durch den bei bedarf die Watte schneller angefeuchtet werden kann als manuell über die Liquidflasche. Ein Weiterer Vertreter hybrider Technik wäre der Selbstwickler nach Genisis-Prinzip. Der Tank sitzt dabei unter der Wicklung. Die Watte muss in Form eines Dochtes nach unten geführt werden und versorgt sich somit selbst mit Liquid. Die darüber liegende Wicklung hat dadurch ähnlich wie beim Tröpfler enorm viel Platz um sich zu entfalten.
Nun liegt es an Ihnen herauszufinden, welches System für Sie das beste ist.
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